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Letzte Bearbeitung: 24. Dezember 2016

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Vorzeichen und Versetzungszeichen

Die Vorzeichen und Versetzungszeichen sehen identisch aus und unterscheiden sich nur in der Dauer ihrer Gültigkeit. Es gibt folgende zwei Vorzeichen beziehungsweise Versetzungszeichen das Kreuz und das Be. Ergänzt werden diese beiden noch durch das Auflösungszeichen. Wobei das Auflösungszeichen nur als Versetzungszeichen auftritt.
(Kreuz), (Be) und (Auflösungszeichen) in der HTML Darstellung.

Erklärung zu Vorzeichen

Auf dem nachfolgenden Bild seht ihr eine zweitaktige Melodie mit einem Kreuz als Vorzeichen. Zeitaktige Melodie mit einem Kreuz als Vorzeichen
Bildquelle: Selbsterstellte Bilddatei.

Vorzeichen stehen zwischen dem Notenschlüssel und der Taktart und gelten für das gesamte Stück. Somit bestimmen Vorzeichen die Tonart eines Stückes. Im obigen Beispiel könnte die Tonart G-Dur oder E-Moll sein, zur genauen Bestimmung sind weitere Angaben erforderlich. Als Vorzeichen steht ein Kreuz, welches Töne um einen halben Ton erhöht und ihnen die Endung "is" hinzufügt. So wird in der gezeigten Melodie aus den Tönen F (Erster Takt zweiter und vierter Schlag, zweiter Takt zweiter Schlag), jeweils der Ton Fis. Auf dem Klavier bedeutet dies, dass wir die schwarze Taste über dem F spielen.

Erklärung zu Versetzungszeichen

Auf dem nachfolgenden Bild seht ihr eine eintaktige Melodie mit einem Kreuz als Versetzungszeichen. Eintaktige Melodie mit Kreuz als Versetzungszeichen
Bildquelle: Selbsterstellte Bilddatei.

Ein Versetzungszeichen gilt nur in dem Takt in dem es notiert ist. Wie auf obigen Beispiel zu erkennen wird es direkt vor der ersten Note notiert, welche versetzt gespielt werden soll. In obigen Fall wird das G auf dem zweiten Schlag einen halben Ton erhöht und somit zum Gis. Auf dem Klavier spielen wir die schwarze Taste über dem G und zwar bis zum Taktende. Im nächsten Takt würde wieder das einfache G gespielt werden.

Erklärung zum Auflösungszeichen

Auf dem nachfolgenden Bild seht ihr eine zweitaktige Melodie mit Vorzeichen Be und einem Auflösungszeichen. Zweitaktige Melodie mit Auflösungszeichen
Bildquelle: Selbsterstellte Bilddatei.

Das Vorzeichen Be verringert die Tonhöhe um einen halben Ton und fügt die Endung "es" der Tonbezeichnung hinzu. Dazu gibt es jedoch 2 Ausnahmen. Erstens der Ton E wird einfach als Es bezeichnet und nicht als Ees (gesprochen E-Es). Die zweite Ausnahme ist der Ton mit den zwei Namen B und H. Im englischen wird er als Bb (gesprochen B-Flat) bezeichnet und im deutschen als B (gesprochen Be). Somit gibt es den Ton mit Namen B zwei Mal, was die Sache leider nicht vereinfacht. Die Bezeichnungen H und B-Flat sind jedoch eindeutig und können durchaus gemeinsam benutzt werden.

Das obige Beispiel steht in der Tonart F-Dur oder D-Moll und statt H wird der Ton B-Flat gespielt. Nur auf der letzten Achtel-Note im ersten Takt soll als Übergang zum C ein normales H gespielt werden. Dazu wird das Vorzeichen durch das Auflösungszeichen aufgehoben. Das Auflösungszeichen gilt wie ein Versetzungszeichen, vom ersten Auftreten, bis zum Taktende. Ebenfalls wird das Auflösungszeichen genutzt, wenn innerhalb eines Taktes ein Versetzungszeichen (Kreuz oder Be) aufgehoben werden soll.

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