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Informationen zum Klavier spielen lernen.
Letzte Bearbeitung: 10. Dezember 2016

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Akustisches Klavier oder Digitalpiano?

Immer wieder taucht die Frage auf, ob man zum Klavier spielen lernen ein akustisches Klavier benötigt, oder auch ein anderes Tasteninstrument geht. Die technische Entwicklung schreitet schnell voran und die heutigen Digitalpianos sind eine gute Alternative beim Üben. Keyboards, Synthesizer und andere Tasteninstrumente eigenen sich weniger zum Klavier spielen lernen, weil sie meistens keine gewichtete Tastatur haben. Die besten Ergebnisse, hinsichtlich der Anschlagdynamik, erzielt man natürlich beim spielen auf einem akustischen Klavier. Wer ausschließlich auf einem Digitalpiano übt, wird beim Umstieg auf ein akkustisches Klavier erstaunt sein über die Unterschiede beim spielen.

Klavier (Piano) und Flügel (Grand Piano)

Ein geeigneter Standort für das Klavier

Wer sich ein akustisches Klavier anschafft, hat einige Punkte beim Standort zu berücksichtigen. Neben der notwendigen Raumgröße und dem Raumklima (Luftfeuchtigkeit und Temperatur), sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Ebenfalls wichtig, ausreichender Abstand zur Heizung oder einem Kaminofen. Auch sollte ein Klavier nach Möglichkeit nicht an einer Außenwand stehen. Ein Flügel in einem Zimmer mit Fußbodenheizung ist ebenfalls Problematisch. Am besten lässt man sich vorher von einem Klavierbauer beraten.

Gründe die gegen ein akustisches Klavier sprechen

Der häufigste Grund sich gegen ein akustisches Klavier zu entscheiden sind die Nachbarn. Rein rechtlich haben die Gerichte zwar festgestellt, dass Klavier spielen zum täglichen Leben gehört und nicht verboten werden darf, dennoch möchte man sich den Hausfrieden bewahren. Ein weiterer Grund sind die vermeintlich höheren Kosten für Anschaffung und das regelmäßige Stimmen durch einen Klavierbauer. Dabei sollte man jedoch berücksichtigen, dass einem das Instrument, bei entsprechnder Pflege, Jahrzehnte freude bereiten kann. Viele Händler bieten auch an, ein Klavier erst zu mieten und beim Kauf die gezahlte Mietgebühr voll anzurechnen. Ein erhöhter Platzbedarf besteht eigentlich nur für einen Flügel. Akustische Klaviere und Digitalpianos benötigen in etwa den gleichen Platz.

Klaviere mit Stummschaltung

Fast alle Hersteller bieten heute akkustische Klaviere mit einer sogenannten Stummschaltung an. Dabei wird über ein Hebel oder Pedal umgeschaltet und die Hämmer treffen nicht mehr auf die Seiten. Unterhalb der Klaviatur ist dann eine elektronische Abtastung eingebaut, welche die Tastensignale an einen Sounderzeuger überträgt, ähnlich der Technik in einem Digitalpiano. Man kann dann über Kopfhörer üben und so auch außerhalb der Ruhezeiten spielen. Bei den neuesten Klavieren dieser Art, können die elektronischen Sounds über den Resonanzboden in jeder beliebigen Lautstärke gespielt werden. Auch lassen sich damit der akkustische und die elektronischen Klänge gemeinsam spielen, zum Beispiel Klavier mit Streicher.

Digitalpiano (E-Piano)

Es gibt 2 Arten von Digitalpianos, das sind die Stagepianos und Homepianos. Die Stagepianos sind für den häufigen Transport ausgelegt. Sie besitzen keinen festen Unterbau, somit ist ein externer Ständer erforderlich. Einige Instrumente haben auch keine eingebauten Lautsprecher, sie benötigen zum spielen ohne Kopfhörer zusätzlich Verstärker und Boxen. Ein weiterer Nachteil ist, dass das Fußpedal selbst ausgerichtet und eventuell fixiert werden muss. Homepianos sehen akustischen Klavieren zum Teil sehr ähnlich. Sie besitzen eigentlich immer eingebaute Lautsprecher, können dafür aber schon mal deutlich über 100 Kg wiegen. Einige Instrumente sind mit einer richtigen Klaviermechanik ausgestattet. Um den typischen Klavierklang zu erreichen, haben manche Homepianos sogar einen Resonanzboden verbaut.

Meine persönliche Meinung zum Digitalpiano oder akustischem Klavier

Ein Digitalpiano eignet sich hervorragend zum üben und lernen, sofern man auch regelmäßig auf einem akustischen Klavier spielt, etwa im Klavierunterricht. Wer die Möglichkeit hat ein akkustisches Klavier aufzustellen und zu spielen, sollte auf jeden Fall zum Klavier oder Flügel greifen. Es geht halt nichts über das Original, sowohl vom Klang, als auch in der Spielweise. Klaviere mit Stummschaltung sind ein mäßiger Kompromiss. Der verkürzte Anschlag beim leise spielen ist schon deutlich spürbar. Auch wird das akkustische Instrument noch Tadellos sein, wenn Technik und Sounds der Elektronik schon veraltet sind. Ein weiteres Problem, in hellhörigen Wohnungen, könnte ein etwas erhöhter Trittschall sein.

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