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Informationen zum Klavier spielen lernen.
Letzte Bearbeitung: 10. Dezember 2016

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Klavierunterricht oder Selbststudium?

Gerade Einsteiger stellen immer wieder die Frage, ob man Klavierunterricht nehmen muss, oder das Klavier spielen auch im Selbststudium erlernen kann. Dazu gibt es so viele unterschiedliche Meinungen, wie Menschen die Klavier spielen. Ich denke beides ist möglich, was sich sicherlich auch belegen lässt. Um euch die Möglichkeit einer eigenen Einschätzung zu geben, welchen Weg ihr gehen wollt, werde ich hier die Vor- und Nachteile der Methoden aufzeigen.

Unterschied Klavier und andere Instrumente

Kaum jemand käme auf die Idee Cello oder Posaune im Selbststudium zu erlenen, weil die wenigsten auf Anhieb dort einen sauberen Ton spielen können. Beim Klavier ist das anders. Die Meisten können von beginn an jeden Ton sauber spielen, sofern das Klavier richtig gestimmt ist. Trotzdem bietet es mit 88 Tasten, welche mit allen 10 Fingern bedient werden, genügend Komplexität um Klavierunterricht zu rechtfertigen. Abgesehen von Dynamik und Rhythmus, welche nicht nur beim Klavier spielen entscheidend sind.

Klavier lernen mit Klavierunterricht

Gerade am Anfang kann der Klavierunterricht nützlich sein. Man lernt auf jeden Fall die richtige Haltung (Finger, Hand, Arm und Sitzposition) und hat die regelmäßige Kontrolle, dass sich keine Fehler einüben. Auch bei der Auswahl der Spielstücke, sowie der Fingersätze und speziellen Fragen ist der Klavierunterricht sehr hilfreich. In der Regel wird neben der Spieltechnik auch das theoretische Hintergrundwissen mit vermittelt. Natürlich sind die Kosten nicht unerheblich. Sofern der Unterricht nicht am eigenen Instrument statt findet, kommt die Fahrzeit als zusätzlicher Zeitaufwand hinzu. Und ohne regelmäßiges Üben zwischen den Stunden, ist auch der Klavierunterricht ziemlich nutzlos.

Klavier lernen im Selbststudium

Neben den klassischen Klavierschulen in Buchform, gibt es heute das Internet mit unzähligen Angeboten zum Selbststudium. Den Büchern liegt oft eine CD bei, somit kann man hören wie die Übungen und Spielstücke klingen sollen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Person hinter den Inhalten kennt und sich beim Kauf beraten lassen kann. Im Internet findet man häufig kostenlose Angebote, von Videos, über schriftliche Anleitungen, bis hin zu Foren in denen man spezielle Fragen stellen kann. Leider weiß man häufig nicht, wer einem die Inhalte zur Verfügung stellt oder auf Fragen antwortet. Auch kostet das Selbststudium mehr Zeit, um die gerade benötigten Informationen und Anleitungen zu finden.

Online Klavierkurse und Musikschulen

Diese Angebote stellen einen Kompromiss zwischen dem Selbststudium und Klavierunterricht dar. Sie sind meistens deutlich Preiswerter als herkömmlicher Klavierunterricht, allerdings fehlt auch der persönlicher Kontakt zu Lerhrerin oder Lehrer. Schreiben von E-Mails und das einsenden von Videos zur Kontrolle sind ein vergleichsweise schlechter Kompromiss. Häufig sind diese Kurse auch nicht so flexibel wie sie vorher dargestellt werden. Des Weiteren lassen sich im Vorwege nur wenige Inhalte einsehen, somit weiß man nie genau was man kauft. Ebenfalls ist zu bedenken, dass man ohne Internetzugang nicht an neue Inhalte heran kommt.

Meine persönliche Meinung zu Klavierunterricht und Selbststudium

Es ist durchaus möglich Klavier spielen im Selbststudium zu lernen, sofern man eine genaue Vorstellung davon hat was man machen will. Solche Menschen lernen häufig durch probieren und hören, oder wissen genau welche Vorlagen (Musik, Noten, Videos) ihnen helfen. Für alle anderen dürfte der Klavierunterricht die bessere Wahl sein. Je nach Übezeit, sollte man nach 2 bis 3 Jahren in der Lage sein, sich selbstständig neue Stücke erarbeiten zu können. Natürlich ist es weiterhin hilfreich jemanden zu haben, der einem andere Ansätze zeigt und bei spieltechnischen Problemen hilft.

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